Stundensatz – Kann man da am Preis was machen?

Erstaunlich ist, dass solche Fragen oft von Unternehmen kommen, die selbst einen weit höheren Stundensatz für ihren eignen Service oder ihre eigene Dienstleistung verlangen, als wie das Honorar, das aktuell zur Debatte steht.

Wie kommt es beispielsweise, dass ein Handwerker, der manchmal sogar einen Stundensatz von über 80 €uro verlangt, nicht bereit ist, einem anderen Dienstleister einen weit geringeren Stundensatz zu zahlen und daher verhandeln möchte?

Qualität oder Quantität?

Erwartet man weniger gute Qualität von der Dienstleistung oder wie ist das zu erklären? Nun ja, es gibt ja etliche Dienstleister, die ihre Arbeit auf deutsch gesagt, zu Schleuderpreisen anbieten. Ich weiß nicht, wie das möglich ist! Geht in so einem Fall alles am Fiskus vorbei? Handelt sich sich vielleicht gar um HARZ IV-Empfänger, die sich ein Taschengeld nebenbei verdienen oder um die Hausfrau, die Langeweile hat und wo der Mann das Geld nach Hause bringt? – Man könnte es fast vermuten! Anders kann ich mir diese Dumpingpreise für Büro-Dienstleistungen nicht erklären …

Stundensatz & Fixkosten ...

Auch wir Dienstleister haben Fixkosten, die in den kalkulierten Honoraren eingerechnet sind. Und jeder Selbstständige weiß, dass diese Summen erheblich zu Buche schlagen. Kosten müssen aufgebracht werden für Büromiete, Krankenkasse, Finanzamt, Gewerbesteuer, Stromrechnungen, div. weitere Betriebskosten, Betriebshaftpflichtversicherung, ggf. noch Lohnkosten, und noch einiges mehr. All diese Kosten sind in der Berechnung des Honorars kalkuliert, und ja … ein bisschen sollte ja für den Dienstleister auch noch übrig bleiben, damit er nicht ganz umsonst seine Zeit und Arbeit zur Verfügung stellt, nicht wahr?

Vor kurzem habe ich einen sehr guten Beitrag zum Thema entdeckt, den ich hier gerne einmal verlinken möchte. Er spricht mir aus der Seele: Büroservice – fast zum Nulltarif

Stundensatz für professionelle Texter/innen

Gerade im Bereich „Texte verfassen“ tummeln sich etliche Schreiber/innen, die ihren Service zu unwürdigen Bedingungen anbieten und die damit sogar noch weit unter dem sog. Mindestlohn liegen, aber erstklassige Arbeiten abliefern. Kein Mensch kann von dieser Dienstleistung leben, wenn die Haupteinnahmequelle das „Texte Schreiben“ ist und es hierbei um Beträge im Cent-Bereich von 0,1 – 2,5 Cent, pro Wort, geht. Dieser Betrag beinhaltet noch die Recherche, es wird ein hochqualifizierter SEO-Text erwartet und ja, leserfreundlich sollte der Text natürlich auch noch sein. Mit diesem Cent-Betrag/Wort muss er Dienstleister dann auch noch seine Fix-Kosten abdecken! – Das Preis-/Leistungsverhältnis steht in keinerlei Verhältnis zum tatsächlichen Arbeits- und Leistungsaufwand. Schlimmer ist aber noch, dass Auftraggeber, die solche Aufträge ausschreiben, der Meinung sind, dass sie ihre Dienstleister noch sehr gut vergüten. Traurig, aber wahr!, 

Weitere Beispiele ...

Ein weiteres Beispiel, das ich manchmal erlebe, ist: Gerade in Kleinunternehmen, den sog. 1-Mann-Betrieben, stapeln sich die Belege auf dem Schreibtisch, es ist keine Zeit vorhanden, diese selbst zu sortieren, denn für den Unternehmer bringt diese Tätigkeit kein Geld rein, also bleibt es liegen oder wird, wenn es denn sein muss, widerwillig gemacht.

Gleiches im Privatbereich, hier spielt oft der Zeitfaktor auch eine Rolle mit, aber auch der Grund, das manche Personen überhaupt keine Lust haben, sich mit ihren Dokumenten zu befassen und auch keine Lust haben, diesen Zeitaufwand zu erbringen, um Ordnung in ihre Unterlagen zu bekommen.

So macht man sich auf die Suche nach einem Dienstleister, der diese Arbeiten erledigen soll. Sieht oder hört man das Honorar, das der Dienstleister dafür berechnen muss, hat sich das Thema „Unterlagen sortieren“ lassen, schnell wieder erledigt.

Liebe Kunden und Kundinnen, erwarten Sie, dass diese Tätigkeiten umsonst erledigt werden? Das wir unsere Zeit kostenlos zur Verfügung stellen? 

Das Ordnen, Sortieren und Abheften von Unterlagen ist beispielsweise oftmals mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden, sodass die kalkulierten Honorare schon ganz dicht an der untersten Grenze liegen, zumindest ist das bei meinem Unternehmen so. Und ja, Tatsache ist ja sicherlich auch, wenn es „mal eben schnell“ gemacht wäre, würde ja jeder seine Unterlagen selbst sortieren, nicht wahr? Als potentieller Kunde wissen Sie wahrscheinlich genau, warum Sie Unterstützung suchen, nicht wahr? – Nur, das ist dann nicht zu Dumpingpreisen möglich.

Wer von anderen eine qualifizierte Dienstleistung erwartet, sollte auch bereit sein, dafür ein angemessenes Honorar zu bezahlen. Ansonsten ist es besser, man erledigt selbst diese Tätigkeiten. Und ehrlich gesagt, ich möchte auch nur mit Kunden zusammenarbeiten, die meinem Arbeits- und Zeitaufwand eine entsprechende Wertschätzung entgegen bringen. 

 

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