Arbeiten im Home-Office

Immer mehr Menschen überlegen, ob sie sich mit einem Home-Office selbstständig machen. In der Tat, ein Home-Office ist wirklich eine fantastische Möglichkeit und bietet enorme Vorteile. Es gibt inzwischen unzählige Möglichkeiten, von Zuhause aus zu arbeiten. Mit etwas Fantasie und Willen lässt sich aus den eigenen Talenten oftmals ein erfolgreiches Business gründen. Nichtsdestotrotz sollte man aber auch einige Nachteile mit in seine Überlegungen einbeziehen, wenn man diesen Weg gehen möchte.

Voraussetzungen für ein erfolgreiches Home-Office

Wer diszipliniert arbeiten kann, dem ist ein Home-Office auf jeden Fall zu empfehlen. Diszipliniert in der Hinsicht, dass du in der Lage bist, deinen Büroalltag zu planen und konsequent auch deine geplanten Stunden arbeitest. Ob du deinen Arbeitstag um 7:00 Uhr, um 8:00 Uhr oder um 9:00 Uhr beginnst, ist völlig egal, wichtig ist, dass du zu der von dir geplanten Zeit auch wirklich anfängst zu arbeiten und dich durch nichts und Niemanden davon abbringen lässt.

Hier liegt oft die Gefahr, wenn man von Zuhause aus arbeitet, dass dieser Bereich nicht ganz so genau genommen wird und manchmal einfach nach Lust und Laune mit der Arbeit begonnen wird – man ist ja schließlich „Selbständig“ und kann selbst entscheiden, wann, welche Tätigkeiten erledigt werden! – Nun ja, genau diese Einstellung könnte mit der Zeit gleichzeitig auch dein Untergang sein. Selbst, wenn du geplant hast, erst um 11:00 Uhr mit deiner Arbeit zu beginnen, falls einmal Geschäftstermine oder ein Arztbesuch anstehen, so ist das immer noch besser, als es der jeweiligen Laune zu überlassen, wann du deine Aufträge erledigst oder ob du überhaupt an dem jeweiligen Tag arbeiten wirst.

Plane deine Arbeitsstunden so, als wärst du Angestellte/r in einem Unternehmen. Gewöhne dir die gleichen Arbeitsbedingungen an, die jeder Mitarbeiter eines Unternehmens auch einhalten muss. Wenn dir das gelingt, hast du eine gute Basis.

Genau wie deine Arbeitszeit, solltest du aber auch genügend Pausen einplanen. Pausen, um wieder „aufzutanken“, neue Energie zu schöpfen um anschließend wieder konzentriert arbeiten zu können. Je nach dem, wie intensiv du dich mit dem jeweiligen Auftrag beschäftigen musst, solltest du entsprechende Pausen einplanen und auch einhalten.

Erforderlich ist auf jeden Fall eine Gewerbeanmeldung oder falls du Autor/in bist, bzw. nur als Texter/in arbeitest, eine Meldung beim Finanzamt, dass du diese Tätigkeiten ausübst. (Hier erkundige dich bitte bei deinem zuständigen Finanzamt, was für dich zutrifft, ob du ein Gewerbe benötigst oder ob du nur freiberuflich tätig bist, dann benötigst du nämlich keine Gewerbeanmeldung)

Des weiteren sollten alle benötigten (Büro)-Geräte wie Drucker, Scanner, Pc und/oder Laptop, eventuell ein ordentliches Headset, etc. vorhanden sein und die entsprechenden Programme, die du benötigst, wie beispielsweise Office, etc., besitzen. Hier versteht es sich von selbst, dass mit offiziell erworbener Software gearbeitet wird und nicht mit irgendwelchen Raubkopien, nicht wahr?

Ehrlichkeit & Zuverlässigkeit

Diese beiden Eigenschaften solltest du unbedingt mitbringen, wenn du ein Home-Office gründen willst. Sei immer deinen Auftraggebern gegenüber ehrlich und halte vor allen Dingen zugesagte Deadlines, ein. Es kann immer etwas dazwischen kommen und du kannst vielleicht den vereinbarten Liefertermin nicht einhalten, weil beispielsweise eines deiner Kinder – oder du selbst – erkrankt ist. In so einem Fall, nimm Kontakt zu deinem Auftraggeber auf und erkläre ihm die Situation, wenn du nicht fristgerecht abliefern kannst. Es versteht sich von selbst, dass dies natürlich nur in absoluten Ausnahmefällen der Fall sein sollte, nicht wahr?

Vorteile Home-Office

Einer der Home-Office-Vorteile ist beispielsweise: Die Zeit, die du mit Bus, Bahn, Pkw oder zu Fuß für den Weg zu deiner Arbeitsstelle benötigst, kannst du schon produktiv nutzen und Zuhause in dieser Zeit bereits Geld verdienen. Nicht zu vergessen sind unter Umständen auch erhebliche Parkgebühren die du einsparen kannst, falls diese anfallen.

Ein weiterer Vorteil ist, du bist dein eigener Chef. Du selbst entscheidest, wann dein Arbeitstag beginnt und wann er endet. Wann du Pausen einlegen wirst und vor allen Dingen kannst du entscheiden, mit welchem Unternehmen du arbeiten möchtest und mit welchem nicht.

Mit einem Home-Office hast du zum Beispiel auch die Möglichkeit, dein Hobby zum Beruf zu machen. Bündele beispielsweise alle deine Talente, gründe daraus ein Dienstleistungsunternehmen und biete deinen Service anderen Menschen oder Unternehmen an.

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden

Manche Home-Office-Tätigkeiten sind sogar im Urlaub möglich, sodass man in diesem Fall wunderbar das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden könnte. Wer träumt nicht davon, am Strand zu sitzen und am Laptop seine Arbeit zu verrichten? Frischer Wind um die Ohren sorgt noch einmal mehr für eine entspannte Arbeitsumgebung und lässt die Ideen nur so hervorsprudeln, wenn es kreative Aufträge zu bearbeiten gibt.

Aber auch in so einem Fall ist es wichtig, die geplanten Arbeitszeiten konsequent einzuhalten, selbst wenn nur ein paar Stunden am Tag geplant sind. Nicht jeder, der gerade ein Unternehmen gegründet hat, kann es sich leisten, gleich in Urlaub zu gehen, von daher wäre so eine Kombi vielleicht eine Alternative.

Nachteile Home-Office

Nun ja, alles hat seine Vor- und Nachteile. Dennoch würde ich immer wieder das Home-Office vorziehen, da ich stets mein eigener Herr bin und selbst entscheiden kann.

Zum einen musst du deine Krankenkassenbeiträge komplett selbst bezahlen.(Arbeitgeber- & Arbeitnehmeranteil) Hier kommt – je nach Einkommen – einiges an monatlichen Kosten auf dich zu. Solange du Kleinunternehmer nach § 19 Abs.1 bist, zahlst du keine Umsatzsteuer, sobald du aber die Einkommensgrenze eines Kleinunternehmers überschritten hast, sind auch Einkommensteuer und ggf. Gewerbesteuer fällig, falls du gewerblich tätig bist. Als Freiberufler bezahlst du keine Gewerbesteuer.

Bezahlter Urlaub fällt weg und auch im Krankheitsfall hast du kein Einkommen – hier ist es ratsam, stets kleine Beträge für diese Bereiche an die Seite zu legen.

Du musst stets aktiv dafür sorgen, genügend Aufträge zu haben, damit dein finanzieller Bereich abgedeckt ist. Rücklagen bilden, damit, wenn es einmal Flauten gibt, das du diese Zeiten auch überstehen kannst.

Ein wichtiger Punkt sind aber auch die sozialen Kontakte, die du in einem Unternehmen hast. Diese fallen in der Regel im Homeoffice weg. Hier solltest du auf jeden Fall dafür sorgen, dass du noch genügend andere soziale Kontakte hast.

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